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Bericht: Tour d'Energie Göttingen 2010

Siegerehrung Tour d'Energie Goettingen 2010 Bild: Wolfgang Schaaf - ChallengemagazinAus allen "Teilen der Welt" reisten wir in Göttingen an, das merkte ich auch daran, daß ich selber jetzt die meiste Zeit in Berlin wohne, in Ost-Ost-Ost-Berlin.

Am Samstag setzte sich erstmal meine Serie fort: Mein seit "Rund um Köln" dritter Platten und ich war... na, ich war nicht so sauer wie die vorhergehenden zwei Mal (1. Rund um Köln, 2. vor der versammelten Blitz-Spich-Mannschaft am Treffpunkt).

Es war noch nicht allzu spät, wir waren grad seit 5 Minuten losgefahren und wollten die Strecke für Sonntag anschauen. Nicht ganz so sauer bedeutet allerdings trotzdem nicht gut gelaunt.

Ich also mit dem Auto zu diversen Radläden, natürlich haben die keine Schlauchreifen, nur der Mechaniker bei der Nummernausgabe, der sollte welche haben. Ich hätte dann dort 2 Stunden warten müssen und irgendwie langte es mir so langsam.

Teamkollege Bernd lieh mir glücklicherweise sein Hinterrad, ich hatte absolut keinen Nerv mehr.

 

Nach einem ruhigen fliegenden Start ging es dann am Sonntag los auf die 82km lange Strecke und ich hätte mich fast im Quatschen verloren, als mich Thomas freundlich darauf hinwies, ich könnte meine Augen ja auch mal nach vorne richten, falls da etwas passieren sollte.

Ich schaute kurz nach vorn, und da fuhr ein Ferox-Fahrer (Daniel Schaal) 15 Meter vor der Gruppe locker her. Kurz angetreten und schnell hingerollt, das war an den ersten Metern des ersten von 3 Bergen. Plötzlich war zum Feld eine Lücke von 50 Meter, und Michael Rinke (Univega) war auch noch da - das könnte was werden, dachte ich.

Christian Schroth (Glattewade.de) versuchte aufzuschließen, so genau konnte ich das da aber nicht erkennen, da ich mich nicht übermäßig umschauen wollte. Klappte leider nicht, und so waren wir auf dem Weg. Schnell hatten wir eine Minute, dann zwei.

Lief richtig gut, haben nicht übertrieben Gas gegeben. Leider, wie sich rausstellte, denn oben an der Kuppe des letzten Anstiegs hatten uns 6 Verfolger eingeholt. Nach ein paar Attacken, die aber zu nichts führten, kehrte Ruhe in die Gruppe und wir kreiselten Richtung Ziel.

Corratec-Multipoweractive war in Unterzahl: Nino und ich, Univega mit Renzo Wernicke und Michael Rinke, 3 Ferox-Fahrer und Adrian von Röltgen. Die letzten 5 km verbrachte Nino mit pausenlosen Attacken, sodaß ich mich positionieren und Körner sparen konnte.

Im Zielsprint hatte ich keine Chance gegen Renzo und Jörn Reuss und wurde glücklicher Dritter.

 

Bei blauem Himmel, 25 Grad und so einem Erlebnis war das ein richtig schönes Wochenende!

 

Bild: Wolfgang Schaaf