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BERICHT: 9. MASTERS WM und mehr

Samstag, 21.08.2010

Rad am Ring/Nürburgring

Was locker anfing, endete im (bislang) schwärzesten Tag diesen Jahres: Dem Maximal-Debakel 2010. Die erste Runde war in Ordnung, am Ende der zweiten Runde versuchte ich eine Attacke – aber was ich wohl als offene Münder zum Luftholen interpretierte, waren wohl offene Münder vom Gähnen. Nachdem ich den Friedensnobelpreis für meinen Ausreißversuch erhalten hatte, ging es in die dritte Runde – und da wars vorbei: Satan, Du hast die Form gestohlen, gib sie wieder her! Hinter dem Feld her, um doch noch den einen oder anderen Punkt für den GCC zu holen. Dieses Mal biß ich dann nicht in die goldene Ananas, aber dafür in den sauren Apfel. Mehrfach, und ich aß auch die Kerne mit.

Sonntag, 22.08.2010

Rad am Ring/Nürburgring verdauen

Kann mich nicht vom Southpark-Abend losreißen. Kenny ist tatsächlich tot, und das wär ich gestern auch gern gewesen. Ich betrachte die Pulskurve des Grauens, bevor ich die Gruppe hab fahren lassen: 9 Minuten Schnittpuls 199.

Montag, 23.08. bis Mittwoch, 25.08.

Entspannung in St. Johann

Über den Weltpokal und das Einzelzeitfahren gibt es nichts zu schreiben, und den Rest der Tage hatte ich einfach Urlaub.

Freitag, 27.08.2010

Vorbereitung Masters WM

Lena und Bernd ziehen aus; Superinge und Mireille, die schönste und schnellste Frau, die Frankreich zu bieten hat, ziehen ein. Eigentlich hatten die beiden ihre Abfahrt für den Freitag geplant, aber sie blieben doch noch, um einem armen Fahrer ein gutes Rennen zu ermöglichen. Vollkommen umsorgt kann ich gar nicht anders, als perfekt auf das Rennen am Samstag vorbereitet zu werden: Essen, Trinken, Flaschen, Fahrrad, Beine – alles, was man brauchen könnte, wird mir gemacht. Danke, Mädels!

Samstag, 28.08.2010

Masters-WM: 9. Platz und bester deutscher Starter!!!

In strömendem Regen bibbere ich an der Startaufstellung nachdem ich vergeblich versucht hatte, mich "warm-"zufahren. Allerdings als einziger unter einem Schirm, welcher mir von Inge gehalten wurde.

Es ging ganz normal los, an den Bergen konnte ich gerade unter dem Maximum bleiben und ein paar Körner sparen, bis es dann am Ende zu meiner schon vom letzten Jahr bekannten Lieblingsstelle ging: Die letzten 17 Kilometer. Auf der breiten Zeitfahrstrecke einem über Mireille bekannten Italiener, den ich gut leiden konnte, kurz Bescheid gesagt – und insgesamt zu Viert ging es ab.

Wo man die Zeitfahrstrecke verläßt und in die Nebenstraße abbiegt, hatte uns das Hauptfeld wieder eingeholt, ich hatte gerade mal noch 20-30 Meter Vorsprung (ich war gerade vorn im Wind).

Auf der Nebenstrecke ist es eng, etwas hakelig und unübersichtlich, also versuchte ich es wieder und trat nochmal an. Und siehe da: Nur ein Franzose kam ran, und der Abstand zum Hauptfeld vergrößerte sich von 50 auf 100 auf 200 Meter... und dann sah man es gar nicht mehr bei all den Kurven.

Ich habe nicht wirklich dran geglaubt, daß das klappen könnte, aber als sich zuerst ein Jury-Motorrad zwischen uns und das Hauptfeld setzte, war das schon ein gutes Zeichen. Und so schafften wir es ins Ziel, und bis jetzt kann ich das kaum glauben.

Danke Inge und Mireille, das war spitze!

Und die Kerne vom Samstag, die habe ich mittlerweile auch zwischen meinen Zähnen rausbekommen.