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TAGEBUCH: Es geht weiter! 3. Etappe Tour-Trans Austria

logo_trans_austriaNach dem Ausfall der 2. Etappe gestern ging es dann heute endlich wieder weiter.

Die 3. Etappe von Linz nach Hermagor

in Zahlen:

Streckenlänge: 114,52 km

Höhenmeter: 2445 hm (bergauf), -2508 hm (bergab)

Max. Höhe: 1527 m

Pässe: Pustertaler Höhenstraße, Kartitscher Sattel

etappe3

So wurden heute morgen um 9:00 Uhr dann auch Daniel Wiebel und Norbert Seewald wieder, aus dem ersten Startblock startend, auf eine Etappe der Tour-Trans-Austria entlassen. Der höchste Punkt der Streckenführung liegt mit 1527m deutlich über der Schneefallgrenze von des gestrigen Tages.

 

Diese war gestern auf 1200 Meter gesunken, mit ihr herrschten Minusgrade vor, Wind peitschte über den Großglockner, der Schneepflug war im Einsatz. Die 2. Etappe der Tour-Trans Austria über das Dach der Tour wurde wie berichtet abgesagt. Am Montag nachmittag war das Wetter in Lienz, dem Startort der 3. Etappe gut, aber kühl.

Auf 1700m ist auch heute wieder Schnee gefallen und am Start war der Himmel noch Wolken verhangen. Im Laufe der Etappe klärte es auf, Wolken und Sonnenschein wechselten sich ab. Aus 9°C am Morgen wurden dann deutlich angenehmere 14°C im Verlauf der Etappe.

Unsere beiden RVler im Trikot des Team RADON genossen die Fahrt, obwohl leider ein nicht ganz preiswertes Malheur passierte. Norbert verlor sein Ergomo-Cockpit, zerteilte es zwischen den Speichen seines Vorderrades in zwei Teile, bevor diese von einem in diesem Moment entgegekommenden Lastwagen überrollt wurden. Norberts Kommentar: „Die Ergomo-Kurbel ist ja noch ganz.“ Das betroffene Laufrad ist inzwischen so gerichtet, dass es noch einige Etappen überleben sollte.

Trotzdem berichtet Norbert Seewald gutgelaunt: „Es war toll! Es ist gut, daß Daniel dabei ist. Er kann mir viel zeigen aufgrund seiner Erfahrung. Aber leider können die Deutschen und die Östereicher hier nicht fahrradfahren. Die Italiener, die können das. Mit denen macht das Spaß! Und so ist das hier das zweite Rennen dieses Jahr, nach dem Weltpokal in St.Johann, welches man als „Fahrradfahren“ bezeichnen kann. Man findet sich zusammen, spricht sich ab, fährt für einander um etwas zu erreichen. Und morgen geht es richtig los.

Daniel und Norbert liefen heute auf  Platz 7 ein, eine Platzierung besser als gestern. Die Kräfte sind da und in den nächsten Tagen wollen die Jungs den Teams vor ihnen zusetzen.

Leicht wird das allerdings nicht, denn im Starterfeld finden sich unter Einzel- und Teamstartern namhafte Sportler aus der Radsport-Szene weltweit.

Der Einzel-Etappensieger der ersten Etappe zum Beispiel erkämpfte sich nach einem Sturz über mehr als 100h/m in die Tiefe noch auf den letzten Kilometer den Sieg der dritten Etappe.

Morgen erwartet unsere Teilnehmer Daniel und Norbert die Königsetappe der Tour-Trans-Austria: 114,6km , 3664h/m, maximale Höhe 2000m ü.N müssen als Team bewältigt werden.

Nach einer vorsichtigen Andeutung, dass auf  Etappenfahrten, die als Zweier-Team gefahren werden müssen, zwischenmenschliche Beziehungen doch schwer leiden können, erwiderte Norbert trocken: „Wir mögen uns.“