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TAGEBUCH: Nur 51,83 km „Zeit" auf der 6.Etappe

Nur noch zwei Tage, dann wird sich die Tour-Trans-Austria (TTA) entscheiden. Aber vor den Startern des RV, Daniel Wiebel und Norbert lag heute erst einmal die

6. Etappe von Ramsau - Dachstein-Murau logo_trans_austria

Streckenlänge: 76,83 km

Höhenmeter: 1362 hm (bergauf)

Höhenmeter: -1668 hm (bergab)

Max. Höhe: 1789 m

Pässe: Ramsau am Dachstein, Sölkpass
etappe6

Bei zähem Nebel und nur 3°C versprach das Wetter heute morgen zum Startschuß der 6. Etappe der Tour-Trans-Austria nicht so zur Motivation beizutragen wie mit den wundervollen Ausblicken auf der gestrigen Etappe. Zum Sölkelpass säumte Schnee die Strecke, es war bewölkt und mit 6°C auf 1700m nicht gerade warm.

Mit "nur" 76.83km ist die 6. Etappe auch die kürzestes der Tour-Trans-Austria. Sie hat mit 1.362 Höhenmetern einen ähnlichen "Schwierigkeitsgrad" wie die Gestrige und versprach laut Höhenprofil eine schnelle Anfahrt nach Stein an der Enns sowie steile Anstiege zum Sölkpass. Nach Stein an der Enns gibt es den ersten großen Wall zu bewältigen, hiernach wird es für ca. 10 km wieder flacher um dann stetig steiler werdend (14%) zum Sölkpass hinauf zu führen.

Allerdings blieb die schnelle Anfahrt nach Stein an der Enns aus, denn die Organisatoren hatten entschieden, dass von Ramsau bis Stein, ca 25km, neutralisiert gefahren wird um das Teilnehmerfeld nicht künstlich auseinander zu sprengen, da die Strecke von einer stark befahren Bahntrasse gekreuzt wird. Hinzu kommt sicher noch im Rennfieber die Unfallgefahr an dieser Stelle.

„Auf den 25km, die neutralisiert gefahren wurden, bin ich fast erfroren „sprach Norbert Seewald und verabschiedete sich ohne weitere Etappen-Erlebnisse preis zugeben ins Bett, um sich erstmal auf zu wärmen.

Nach der Freigabe des Rennens in Stein an der Enns waren nur noch 51,83 km zu bewältigen, zwar mit einem respekteinflössenden Sölklpass, aber dennoch extrem wenig Zeit für die Teilnehmer Positionen zu erkämpfen und zu verteidigen. Es versprach hektisch zu werden.

Auch diesmal sind Daniel Wiebel und Norbert Seewald im Trikot des Team RADON einfach weiter ihr Tempo gefahren, womit sie sich konstant seit der ersten Etappe der TTA stetig den 7. oder 8. Platz sichern und auch heute wieder den 7. Platz einstreichen konnten.

Die Tour-Trans-Austria verlangte heute ihren Tribut von den Teilnehmern, denn obwohl die Teilnehmer in Gruppen im Zielort Murau bei 13°C und Sonnenschein ankamen, trafen die wenigsten gemeinsam mit ihrem Teampartner ein.

Wie haben Daniel Wiebel und Norbert Seewald die Strecke erlebt?

Norbert Seewald:

„Auf der Anfahrt war es, wie schon erwähnt, sehr kalt. Zum Sölkpass konnte man sich wieder aufwärmen, dann ging es schon wieder runter und wir waren da.

Dass so viele Teams getrennt angekommen sind, kann ich gar nicht nachvollziehen. Dazu ist die Tour-Trans-Austria nicht da und das Wertungssystem auch nicht gemacht. Ich fahre in einen Team!!!"

Morgen werden Daniel Wiebel und Norbert Seewald an den Start zur 7. und letzten Etappe der Tour-Trans-Austria gehen. Mit 95,55 km auch wieder eine Etappe die fast 100km bietet und laut Höhenprofil auf nur1598 hm abwechslungsreich zu werden scheint, was aber aufgrund der schon seit fünf Etappen stark beanspruchten Beine wahrscheinlich nicht einfach wird.