Drucken
PDF

Bericht: Ab nach Düren-Merken

enja_helmbrechtMein erstes Rennen

Vor dem erste Rennen, bei dem Wiebke und ich starten würden, waren wir beide unheimlich aufgeregt und jede von uns bereitete sich auf ihre eigene Art und Weise auf das bevorstehende 4.6 km Lange Rundstreckenrennen vor...

Ich für meinen Teil wurde mit guten Ratschlägen über Vorbereitung und Nudelessen von meinem nicht weniger aufgeregten Vater gequält. Und als wir endlich im Auto, jeweils neben unserer "Seelischen Unterstützung", in Form der jeweils besten Freundin saßen wurde uns beiden ziemlich schnell klar, dass es nur endlich los ging.

Endlich angekommen

Nach einer anderthalbstündigen Fahrt, die mir wie eine Ewigkeit vorkam, waren wir da. Im nachhinein wurde uns klar dass die Teilnehmerzahl eher kläglich war, aber im ersten Moment waren es für uns Millionen von Rennradfahrern.

Die Aufregung und das Warten

So nun standen wir da mit unseren Rädern, unsern Freundinnen, unserer Trainerin Eva und unseren nervösen Vätern, denen die Anspannung mehr anzusehen war als uns.

Jetzt mussten wir nur noch warten bis die Einradfahrer, die dort Kunsttücke vorführten, fertig waren. Dann war es soweit, wir standen am Start mit sechs anderen Fahrern in unserem Alter, die wie nicht weniger aufgeregt wirkten. Nun bitte die Fahrbahn räumen. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor wie wir da so standen, zusahen wie Eva sich über das Absperrgitter lehnte und versuchte unsere Nerven ein bisschen zu lockern, indem sie einen Tiger miemte und uns sagte wir sollen unsere krallen ausfahren. Und wir hörten wie die etwas in die Jahre gekommene Jury immer wieder darum bat, jetzt doch endlich die Fahrbahn zu räumen.

Ja dann fahrt mal los

Die Jury hatte es aufgegeben und tat nun so als hätten sie es endlich geschafft alle Fahrer die sich auf unserer Strecke warmfuhren, von der Fahrbahn zu bewegen. Aber diese Tatsache schien niemanden zu stören denn wir waren ja nur die kleinen...die Ersteschrittfahrer, die eh noch nicht schnell und gut fahren.

Dementsprechend bestand unser Start nicht aus einem auf die Plätze-fertig-los, sondern lediglich aus einem auf die Plätze-fertig-ja und jetzt fahrt mal los. Nicht einmal das "Spitzenauto" schien das für einen Aufruf zum "losfahren" zu halten und blieb stehen, erst als ein zwei von uns losfuhren fing das Auto an zu rollen.

Warte, da fahren die Kinder...Ist mir doch egal

Jetzt waren wir nun auf der Strecke und ich war enttäuscht, dass Wiebke und ich uns nicht hinter den drei Jungs, die die Spitze besetzten, halten konnten und noch entsetzter war ich als auf der zweiten Hälfte der letzten Runde plötzlich ein Mädchen an uns vorbei zog, die wie ich später hörte die ganze Zeit hinter uns gefahren war und uns die Arbeit hatte machen lassen.

Jetzt war es nur noch eine Kurve und dann die Zielgerade, aber so schnell sollten wir dann doch nicht ankommen, denn jetzt fuhren zwei erwachsene Rennfahrer mitten auf unsere Bahn und ein Dritter an der Seite stehender Fahrer rief einem Vierten, der auf unsere Strecke zurollte zu, er solle warten denn da führen Kinder! Worauf dieser nur antwortete das es ihm egal sei und uns damit zum abbremsen zwang.

Nein ihr Maoam können sie behalten

Fünfte von Acht... ich war traurig, ich war so aufgeregt gewesen, ich hatte mich so angestrengt, und jetzt das.

Eva und meine Freundin meinten zwar immer wieder Fünfte zu werden sei auf keinen Fall schlecht, schon allein wenn man bedenke das sonst ja fast nur Jungen gefahren seien, aber trotzdem war ich enttäuscht. Also nahm ich meine Freundin und mein Rad , welches ich unter keinen Umständen irgendwem abgeben wollte und rollte zur Nummernausgabe, um meine Startnummer abzugeben.

Leichter gedacht als getan, es mussten ja erst ALLE Urkunden für die Fettereifen-Kinder geschrieben werden, die nach uns gestartet waren.

Also warteten wir und warteten und als nun endlich alle Kinder weg waren, drückte mir der Mann hinterm Biertisch einen Bon und ein Maoam in die Hand, dafür hatte ich fast eine halbe Stunde da gestanden und gewartet? Ich legte mein Maoam unter großem Protest meiner Freundin wieder auf den Tisch und meinte nur "Nein Ihr Maoam können Sie behalten".

Endlich wieder nach Hause

Die Räder verstaut und endlich wieder auf dem weg nach Hause...alles in allem war es natürlich eine Erfahrung, aber dennoch eine auf die ich meiner Meinung nach auch hätte verzichten können.

Ich habe beschlossen das zu vergessen und mich einfach auf das nächste Rennen zu freuen und zu hoffen das es dort ein bisschen organisierter ablaufen wird.