Drucken
PDF

WM-Gold für Michael Blasczyk

Geschrieben von: Holger Kremers.

M. Blasczyk gewinnt Goldmedaille bei der Masters-WM auf der BahnDank eines mutigen Rennens gewann Michael Blasczyk bei der Weltmeisterschaft der Masters auf der Bahn im Punktefahren die Goldmedaille.

Der Siegburger startete schon in der ersten Runde die erste Attacke, gewann die erste Wertung und holte in den späteren Wertungsrunden weitere Punkte. Da aufgrund des enorm schnellen Rennverlaufs kein Rundengewinn möglich war, musste die letzte Wertung die Entscheidung bringen.

Vier Runden vor Schluss setzte sich Blasczyk mit einem entschlossenen Angriff vom Feld ab und konnte erst auf der Zielgeraden von einem verfolgenden Fahrer eingeholt werden. Der zweite Platz im letzten Sprint brachte drei Punkte und in der Endabrechnung die ersehnte Goldmedaille sowie den Weltmeistertitel.

Silber gewann wie schon bei der Europameisterschaft in Montichiari Nationalteamkollege Thomas Kapuste aus Frankfurt an der Oder. Ihn unterstützte Blasczyk am folgenden Tag beim Scratch, einem Rennen über eine kurze Distanz, das im Zielsprint entschieden wird. Der Siegburger opferte seine eigenen Chancen, indem er Ausreisser zurückholte, entstehende Lücken schloss und schliesslich auf den letzten Runden den Schlussspurt anzog, den Kapuste mit Radlänge gewinnen konnte, womit er die Goldmedaille errang. Die dritte Goldmedaille für Deutschland gewann Petra Klünder aus Friesenheim in der Einerverfolgung.

 UCI Banner

Die Bahn-Weltmeisterschaft der Masters fand vom 10. bis 15. Oktober in Manchester/England statt. Über 400 Athleten aus 28 Ländern kämpften in den verschiedenen Altersklassen um Medaillen in den klassischen Sprint- und Ausdauerdisziplinen. Dass die Weltmeisterschaft nur acht Wochen nach der Europameisterschaft ausgetragen wurde, machte die Vorbereitung zu einer besonderen Herausforderung. Eine Topform über einen so langen Zeitraum zu halten, ist nicht möglich, für einen Formab- und anschliessenden Neuaufbau ist der Abstand aber wiederum zu kurz. Blasczyk: "Ich habe mich bei meiner Trainingsplanung daher für einen Mittelweg entschieden. Eine kurze Regenerationsphase und anschliessend der Wiedereinstieg in die unmittelbare Wettkampfvorbereitung. Damit lag ich im wahrsten Wortsinne goldrichtig."


Der RV Siegburg gratuliert ganz herzlich zu dieser herausragenden Leistung.