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Trainingslager der Rennsportjugend Frühjahr 2012

RV Rennsport-Jugend im Frühjahrstrainingslager 2012Rechtzeitig zur Vorbereitung auf die Rennsaison 2012 und passend zum vergrößerten Jugendrennsport-Team konnte ein zweiter Trainer für die Rennjugend unseres Vereines gefunden werden.

Oliver Hovenbitzer trainiert von nun an den Rennsportnachwuchs des RV Siegburg als zweiter Mann. Gemeinsam mit Jörg Baumgarten kann jetzt in zwei Leistungsgruppen trainiert werden, so daß die Belastungen an die jungen Sportler altersbedingt angepasst und diese nicht über- bzw. unterfordert werden. Hinzu kommt, dass der Spaß am Rennsport gefördert wird.

Oliver Hovenbitzer ist den „alten RV-lern" in guter Erinnerung. Er hat jahrelang das Vereinstrikot bundesweit vertreten und konnte viele hochkarätige Rennen für sich entscheiden. Zusammen mit mit Jörg Baumgarten bildete in seiner aktiven „Rennzeit"  eine kleine Renngemeinschaft, was sich nun wieder bewähren soll. Beide waren nicht nur sportlich miteinander verbunden, auch privat verbindet bei eine enge Freundschaft.

Als beginnende "Rennsport-Senioren" haben sich beide dazu entschlossen, Ihre Rennsport-Erfahrungen dem Radsportnachwuchs des RV Siegburg zur Verfügung zu stellen. Und da der Nachwuchs alle Tipps "gierig" aufnimmt und im Winter das Hallen und Straßentraining motiviert angenommen hat, wurde ein durch den Vorstand unterstütztes, zusätzliches Trainingslager durch Joachim Hofferek und die beiden Trainer geplant und umgesetzt.

traninglager jugend_03_2012_001Am 09.03.2012 und 15:05 Uhr startete die Rennsportjugend (Philipp-, Oliver- und Anna Jüngert sowie Wiebke und Neel Heiner, Alexander Aymans und die Neuzugänge Armin Radel, Gergor Morneweg, Jakob Schubert und Anika Maciolek ) Richtung Jugendherberge in Wiehl - selbsterständlich auf den Rennrädern. Begleitet wurden sie durch Jörg Baumgarten und Oliver Hovenbitzer, Joachim Hofferek fuhr das Begleitfahrzeug mit Material und Gepäck und erledigte das Einschecken. Das Begleitfahrzeug war ein Kastenwagen – zur Verfügung gestellt durch das Autohaus Renault Rhein-Siegkreis den Vater Maciolek organisierte – mit dem das umfangreiche Gepäck/ Material bequem transportiert werden konnte. Als weibliche Betreuerin war Ina Lanser vor Ort.

Die „Alten" und die „Jungen" bildeten je eine Gruppe. Nach dem gemeinsamen Start in Siegburg wurde in zwei Gruppen weiter gefahren. Obwohl das Wetter es nicht gut meinte, kamen alle in Wiehl an. Trotz eines Sturzes in Gruppe „Alt" konnten alle - wenn auch einige mit Prellungen - weiter fahren und das gesamte Trainingslager durchhalten. Auch hier zeigt sich, Renner sind hart im Nehmen.

Nach dem Abendessen – Rennfahrer essen viel - wurde es in lockerer Runde etwas theoretisch: Training wie, wann, was ist das ? regte die jungen Rennsportler zur Frage-/Antwortrunde an. Saisongestaltung und Auswertung der abteilungsinternen Umfrage waren weitere Themen, die ausgiebig besprochen wurden.

Am Samstag waren für jede Gruppe je zwei Trainingseinheiten eingeplant. Morgens fuhren die Älteren (Philipp, Oliver und Armin) geführt durch Oliver Hovenbitzer eine zügige Runde durchs Oberbergische Land. Die anderen fuhren ihre eigene, etwas kürzere Strecke geführt von Jörg Baumgarten. Beide Gruppen waren pünktlich zum Mittagessen zurück, alle Aktiven kamen auf ihre Kosten und trainierten sinnvoll.

Nachmittags ging es für die Älteren mit Oliver auf die Königsetappe, denn es mussten zahlreiche Berge mit Steigungen bis zu 13 % bewältigt werden. Bei kalten Temperaturen und ständigem Nieselregen zehrte diese Einheit ziemlich an den Kräften. Für die Jüngeren stand unter der Leitung von Jörg ein ausgiebiges Techniktraining auf dem Programm. Rund um die Jugendherberge wurden neben Geschicklichkeitsübungen mit dem Rennrad (Stehversuche, punktgenaues Bremsen, etc.) auch Rad- und Reifenwechsel geübt.

Nach den Abendessen stand wieder Theorie auf dem Programm. Zuerst gab Jörg Baumgarten wichtige und hoffentlich nützliche Tipps zur richtigen Rennvorbereitung und Renntaktik, danach erklärte Oliver Hovenbitzer den Sinn einer guten sportgerechten Ernährung - vor und nach dem Training, sowie im Wettkampf.

Diese sehr hilfreichen Informationen zum Thema Ernährung wurden umgehend in der Praxis getestet. Denn als Höhepunkt des Abend stürmten alle die Eistheke im Supermarkt (die Eisdiele war leider noch geschlossen). Hier spendierte Wiebke Heiner allen ein leckeres Eis, da sie ein neues Rennrad bekommen hat mit dem sie eine Klasse besser rennen wird. Da alle ziemlich müde vom Training waren, verlief der weitere Abend sehr ruhig und es wurde früh geschlafen.

traninglager jugend_03_2012_003Nach dem Frühstück am Sonntag hieß es Koffer packen, Gepäck verladen und Rückfahrt. Die Großen fuhren vorab noch eine schnelle, schweißtreibende Runde und um 11:10 Uhr bei bewölktem, feuchten Wetter stiegen die Siegburger Rennfahrer aufs Rad Richtung Siegburg. Sie wurden vom Begleitfahrzeug versorgt und beschattet. Auch ein „Platter" hielt die Rennsportjugend nicht lange auf, denn gemeinsam war dieses Problem schnell gelöst. Auf der Abfahrt von Haperschoß nach Allner machte das Begleitfahrzeug „hinten zu" und in rauschender Fahrt mit gemessener Spitzengeschwindigkeit von 58 Km/h ging es gekonnt und sicher abwärts. Der Hügel nach Kaldauen hinauf lud noch einmal die Bergfahrer zur Attacke ein – wer Bergkönig wurde, wird nicht verraten.

Alle fuhren die gesamte Zeit - so auch auf den letzten Metern dieses Trainingslagers - diszipliniert und mit sportlichem Einsatz!

Am Start- und Zielplatz in Siegburg-Stallberg warteten schon die gespannten Eltern auf den RV-Nachwuchs und hier endete das zweite Trainingslager der RV-Rennjugend.

Beim Verabschieden fragten einige Sportler/-innen mit zarten Stimme: „Machen wir so was noch mal?" Als Antwort versprachen die Betreuer: Ja, aber nur wenn Ihr fleißig Rennen fahrt und wir positives von euch während dieser Rennsaison hören!

Fazit: Es war eine Runde Sache, hat allen Spaß gemacht und der sportliche Erfolg dieses Traininglagers wird sich einstellen. Die Gemeinschaft und der Rennsport wurden gefördert.

Und da unsere Rennfahrer „pflegeleicht" sind, sollten sie bei engagierten Renn-Teilnahmen mit Ähnlichem belohnt werden. Mit einem dritten Trainingslager würde dann bereits wieder Tradition geschrieben wie in den Zeiten, als der RV Siegburg bei internationalen Klassikern mit vielen Fahrern erfolgreich vertreten war. Ein stabiler Grundstein ist mit der Rennsportjugend im RV bereits wieder gelegt!

Wir – die Betreuer und der Vorstand - wünschen unserer Rennjugend: „All Heil und gute Fahrt" für die Rennsaison 2012.