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24 Stunden in der „Grünen Hölle“

Geschrieben von: Sebastian Diekmann.

RV Siegburg bei Rad am Ring 2012Gleich mehrere Siegburger Fahrer starteten am Wochenende zum 24h-Rennen auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings. Sowohl Rainer Forster und Christian Bude im Zweier-Team als auch Stefan Hardelt und Sebastian Diekmann im Vierer-Team holten dabei sehr gute Ergebnisse und erlebten eine Top-Veranstaltung mit über 10.000 Teilnehmern und leider ungewisser Zukunft.

Der Start zum Rennen erfolgte pünktlich am Samstagmittag um 13.15 Uhr. Nachdem es am Freitag noch geregnet hatte und ein kalter Wind die ersten Besucher in der Eifel begrüßte, strahlte nun die Sonne auf die Starter der Rennen über 25, 75 und 150 Kilometer sowie die über Fahrer, die alleine, zu zweit oder im 4er-Team die 24 Stunden in Angriff nahmen.

Die Siegburger Teams verfolgten auf der 26 Kilometer langen Runde mit ihren 585 Höhenmetern unterschiedliche Strategien. Im 4er-Team wechselten Stefan und Sebastian mit zwei befreundeten Gastfahrern (Christoph Hämmerling und Ralf Urlaub) nach jeder Runde, die – je nach Fahrer – zwischen 49 und 70 Minuten dauerte, wonach Liegen, Kaffee und ein kleines Camper-Buffet in der Box zur Regeneration einluden. Rainer und Christian verteilten die Runden ungleich. So fuhr Rainer bis zum Morgen einige Runden mehr, um seinen Teamkollegen zu schonen, der danach in den letzten von 27 Runden ein wahres Feuerwerk abbrannte und den 3. Platz in der Altersklasse nach Hause fuhr. Auch das 4er-Team erreichte ein gutes Ergebnis, obwohl gegen 2 Uhr am Morgen der vierte Fahrer durch Knieprobleme ausfiel und die Erholungszeiten für die anderen drei dadurch deutlich kürzer wurden. Hier setzte Sebastian mit seinen Runden acht und neun ein Ausrufezeichen hinter 25 Runden und Platz 142 von 663 Teams (46. der Altersklasse).

Die Freude bei Teilnehmern und Veranstaltern wurde etwas getrübt durch die Diskussion um die Zukunft der Veranstaltung. Nachdem die Organisatoren und der RC Herschbroich in über zehn Jahren ein Top-Event aufgebaut und durch sehr viel – häufig ehrenamtliche – Arbeit in die Gewinnzone geführt haben, plant die Nürburgring Automotive GmbH, den Pachtvertrag für Rad am Ring nicht zu verlängern sondern stattdessen ein eigenes Sportevent auf die Beine zu stellen. Damit würden sie nicht nur fremde Früchte ernten, sondern zugleich die wertvolle Erfahrung und Kompetenz der bisherigen Macher vernichten. Diese Entwicklung muss gestoppt werden, damit wir auch 2013 das „echte“ Rad am Ring erleben können!

 Sebastian Diekmann