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Trainingslager der Rennsportjugend

Wieder nahm unsere Rennjugend die Saisonvorbereitung ernst und absolvierte motiviert ein leistungsangepasstes Trainingslager. Sportliches und Geselliges kam nicht zu kurz.

Trainingslager 2013_1Alles war geplant, um das inzwischen traditionelle Trainingslager der Rennjugend durchzuführen. Die beliebte Jugendherberge (JHB) in Wiehl im Oberbergischen Land erwartete uns; die Zimmer und die Verpflegung waren gebucht. Die Teilnehmer hatten ihre Rennräder durch die Trainer auf Renntauglichkeit (technischer Zustand und Sitzposition) überprüfen lassen. Der Begleitwagen wurde wieder vom Autohaus Renault Rhein-Sieg gestellt, so konnten Gepäck und erforderliches Ersatzmaterial sicher transportiert werden.

Der Anreise mit dem Rennrad stand nichts im Wege. Start war am 08.03.2013 um 15:00 Uhr in Siegburg. Die Renner fuhren in zwei Leistungsgruppen auf unterschiedlichen Strecken zur JHB. Gruppe 1 („die Großen“) hatte im Ziel nicht nur mehr Kilometer, sondern auch wesentlich mehr Höhenmeter bewältigt. Beim Start am Freitag war es noch sonnig und warm, doch kurz vor dem Ziel setzte kalter Regen ein, der zusätzlich mehr Leistung von den Rennern abverlangte. Gruppe 3 durfte („die Kleinen“), um nicht überfordert zu werden, mit dem PKW anreisen. Aber nach einer heißen Dusche und einem nahrhaftem Abendessen waren die am Ende widrigen Wetterverhältnisse vergessen.


Zum Abschluss des Tages stand der Film „The Flying Scotsman“ im Angebot, der von allen mit Interesse und großer Aufmerksamkeit verfolgt wurde. Die Handlung dreht sich um die wahre und ergreifende Geschichte des schottischen Radrennfahrer Graeme Obree, der 1993 den Stundenweltrekord im Bahnradfahren bricht.

Der Samstag begann nasskalt, doch dies konnte die RV-ler nicht zurück-halten. Um 09:00 Uhr erfolgte der gemeinsame Start in drei Leistungsgruppen, die jeweils von einem Betreuer/Trainer geführt wurden. Alle kamen durchnässt und mit kältesteifen Fingern wieder in die JHB zurück. Auch Reifenpannen und Kettenklemmer ließen die Moral der Fahrer nicht einbrechen. Nach einer heißen Dusche und einem sportgerechten Mittag-essen konnte die geplante zweite Tageseinheit von der Gruppe 1 gefahren werden und – o Wunder – sie kamen trocken aber durchgefroren zurück. Die beiden anderen Gruppen genossen die Freizeit mit Gymnastik und Geselligkeit.

Nach dem Abendessen stand kompromisslos fest: wir gehen Eis essen – wie immer! Also wurde mit 19 Personen die Wiehler Eisdiele gestürmt und italienisches Eis genossen – nicht kleine Portionen.

Nach dem sonntäglichen Frühstück hieß es Koffer packen, Begleitfahrzeug beladen und Zimmer räumen. Es folgte eine kurze Fahrerbesprechung mit Gruppeneinteilung nach bewährtem Muster. Um 10:20 Uhr erfolgte der Start zur Rückreise analog zur Anreise.

Wieder regnete es bei Temperaturen um 1 Grad Celsius. Dies waren keine – nicht einmal annähernd - ansprechende Bedingungen. Doch Rennfahrer kennen kein Wetter, sie fahren fast immer. In Siegburg-Kaldauen warteten die „Sputniks“ auf die „Großen“, denn von hier aus sollte die gemeinsame Rückfahrt und Ankunft erfolgen. Nach Reifenpannen in der Gruppe 2 verspätete sich die Ankunft erheblich. Die wartenden Renner kreiselten auf der „Talsperrenstraße“, um sich warm zu halten. Die Durchlauftabelle zeigte 18 Minuten Verspätung. Die Eltern waren inzwischen informiert und erwarteten die Heimkehrer mit dem vorgefahrenen Begleitfahrzeug um 13:22 Uhr mit Applaus. Auf den letzten 300 Metern schlug die Defekthexe wieder zu, so dass ein Radschieber als Letzter und herzlich Lachender eintrudelte.

Völlig durchnässt aber zum Wohle der Siegburger Renner verabschiedeten sie sich alle sehr schnell, nicht ohne sich vorher bei allen Helfen zu bedanken.

Fazit:
Es war eine, den äußerst widrigen Wetterverhältnissen angepasste, gute und sinnvolle Maßnahme, die dem jeweiligen Leistungsvermögen entsprach. Die Jugendlichen verhielten sich sehr diszipliniert, waren motiviert bei der Sache und die beiden Trainer leisteten gute Arbeit. Es hat allen – Trainern, Betreuern und den Rennern Spaß gemacht. Nicht von Ungefähr kam die Frage durch die Sputniks auf: Warum sind wir hier nur so kurz? Darauf die Antwort: Mal sehen wie es vielleicht 2014 aussieht.

 

Trainingslager 2013_2