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München – Cesenatico & Nove Colli 2007

Geschrieben von: Stefan Hardelt.

Odeonaplatz MünchenAm 11. Mai machten sich Siegfried Meys und meine Person, Stefan Hardelt, auf den Weg nach München, um an der 11. Ausgabe der Radfernfahrt München – Cesenatico sowie anschließend am "Nove Colli" teilzunehmen.

Die logistischen Fragen der An- und Abreise, wo übernachten wir, wo bleibt das Auto, wie kommen wir zum Start waren dank der hervorragenden Unterstützung unseres Vereinskameraden Rudi Heinen schon gelöst und so konnten wir uns unbeschwert zum Begrüßungsabend im historischen Rathaussaal der Stadt München begeben.

Der Start erfolgte am nächsten Morgen um 08:00 Uhr auf dem Odeonsplatz. Mit wenig Vorinformationen ausgestattet, waren wir gespannt darauf, welche sportlichen Herausforderungen uns erwarteten.Fast noch mehr allerdings darauf, wie die Organisation für ein 300-köpfiges Fahrerfeld plus Begleitfahrzeuge vonstatten gehen würde.

München - Cesenatico - irgendwo dazwischenEs folgten 5 Tage durch traumhafte Landschaften, sportliche und ruhigere Etappen, konzentriertes Fahren in einem geschlossenen Verband, ständige Vorfahrt durch die erstklassige Arbeit der Polizei und der ADFC-Guides, viele Reden, tolle Verpflegung, Unterkünfte in den ersten Häusern am Platze in den Etappenorten Innsbruck, Bozen, Verona, Ferrara, unvergessliche Eindrücke wie einen singenden Italiener am Brennerpass, die Ankunft auf der Piazza Bra in Verona, ein Abendessen unter freiem Himmel im Innenhof des Castello Estense in Ferrara und ein frenetischer Empfang in Cesenatico.

Historische BauwerkeEs wurden Freundschaften geschlossen, viele nette Leute kennen gelernt, Gastfreundschaften bestaunt, manche Aktionen und Akteure belächelt, Schäden schnell behoben, viel gelacht, viel und gut gegessen, leckerer Tafelwein getrunken, kein Tropfen Regen trübte die Fahrt. So konnten auch wir unsere persönliche, sturzfreie Ankunft an der Adria genießen.

cesenatico_2007_05.jpgNach einem Ruhetag folgten in den nächsten Tagen als Vorbereitung auf das abschließende Großereignis, dem „Nove Colli“, Ausfahrten in die Umgebung. Dabei konnte die italiensche Gastfreundschaft wieder in vollen Zügen genossen werden.

Siggi ließ es sich nicht nehmen, zusätzlich eine Ausfahrt nach San Macesenatico_2007_06.jpgrino zu machen (Briefmarken, wie wir sie wohl alle in unserer Kindheit von dort hatten, brachte er aber nicht mit).

Dem "Nove Colli" geht der Ruf als eine der größten Breitensportveranstaltungen Europas voraus. Auch dieses Jahr wurde er seinem Ruf mit 10.627 gemeldeten Startern wieder gerecht. Die hohen Temperaturen an diesem Tag und die mit steilen Anstiegen gespickte selektive Strecke hatten zu Folge, dass die meisten Starter die „kürzere“ 135 km lange Strecke wählten.

Als Fazit bleiben unvergessliche Eindrücke einer Tour, von denen man noch lange erzählen wird und die auch ein gesundheitliches Sitzproblem, welches mich nun zu einer mindestens dreiwöchigen Pause zwingen wird sowie ein auf dem Rücktransport beschädigter Rahmen nicht trüben können.

Kulinarische Highlight in historischem AmbienteAn dieser Stelle noch mal ausdrücklichen Dank an die Organisatoren und Begleitmannschaft des ADFC, natürlich aber auch an die Polizisten, die medizinische Versorgung, das THW und alle, die noch zum Gelingen beigetragen haben.